
Cannabis
Cannabis ist eine Pflanze, deren Blätter, Blüten und Harz psychoaktive Substanzen wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) enthalten. THC ist verantwortlich für die meisten der psychoaktiven Effekte, wie das "High"-Gefühl, während CBD keine berauschende Wirkung hat und eher beruhigend wirkt.

Langfristig kann regelmäßiger Konsum zu psychischen Problemen, wie Angststörungen oder Depressionen, führen und das Risiko für die Entwicklung von Psychosen erhöhen, besonders bei Jugendlichen, deren Gehirn noch in der Entwicklung ist.

Nikotin
Nikotin ist nicht nur in Zigaretten zu finden, sondern auch in Produkten wie E-Zigaretten, Nikotinbeuteln oder Kautabak. Der Konsum von Nikotin in der Jugend kann die Entwicklung des Gehirns negativ beeinflussen. Es kann die Lern- und Gedächtnisfunktionen beeinträchtigen und das Risiko für eine spätere Abhängigkeit erhöhen.

Das Aufhören ist oft schwer, aber nicht unmöglich. Es gibt viele Programme, die betroffenen Personen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, wie zum Beispiel Beratungsgespräche, Apps oder Nikotinersatztherapien.

Alkohol
Alkohol hat ein hohes Suchtpotenzial. Wenn man regelmäßig Alkohol konsumiert, kann sich eine körperliche und psychische Abhängigkeit entwickeln. Dies bedeutet, dass der Körper immer mehr Alkohol benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen, und die Person Schwierigkeiten hat, den Konsum zu kontrollieren.

Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholkonsum kann ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Zu den möglichen Risiken gehören Leberschäden (wie Leberzirrhose), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Probleme (wie Depressionen und Angststörungen), sowie das erhöhte Risiko für Unfälle und Verletzungen aufgrund der beeinträchtigten Koordination und Wahrnehmung.

Legal Highs
Legal Highs sind synthetische Drogen bzw. Substanzen, die oft ähnliche Effekte wie illegale Drogen wie Cannabis oder Ecstasy hervorrufen. Sie werden als "legal" bezeichnet, weil sie oft nicht explizit im Gesetz verankert sind und werden oft als harmlose Produkte getarnt, wie z.B. Kräutermischungen, Badesalze oder sogar als „Raumduft“.

Wenn das Produkt keine klaren Inhaltsangaben hat oder die Wirkung als „stark“ oder „intensiv“ beschrieben wird, ist es oft ein Hinweis darauf, dass es sich um ein Legal High handeln könnte. Legal Highs können extrem giftig sein oder schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen, wie Herzprobleme, Atemnot oder Gehirnschäden.

Ecstasy / MDMA
MDMA ist eine Substanz, die die eigenen Gefühle verstärken und gleichzeitig aufputschend wirken kann. Meist kommt sie als bunte Pille (oft „Ecstasy“ genannt) oder als kristallartiges Pulver vor. Sie wird in der Regel geschluckt oder geschnupft. Die Wirkung hält etwa 4 bis 6 Stunden an.

Während des Konsums fühlen sich viele wacher und energiegeladener, merken aber oft nicht, dass sie müde sind oder Hunger und Durst haben. Dabei kann sich die Körpertemperatur erhöhen und auch der Blutdruck steigen. Mögliche unangenehme Nebenwirkungen sind Kieferkrämpfe, Zittern, Übelkeit oder Probleme beim Wasserlassen. Das Herz, die Leber und die Nieren müssen dabei besonders viel arbeiten.
Wer häufiger MDMA nimmt, kann sich auf Dauer oft erschöpft fühlen, Magenprobleme bekommen oder – bei Frauen – Veränderungen im Menstruationszyklus bemerken. Außerdem kann sich durch regelmäßigen Konsum eine psychische Abhängigkeit entwickeln, also das Gefühl, ohne die Substanz nicht mehr richtig feiern oder sich gut fühlen zu können.

LSD
LSD ist eine sehr starke halluzinogene Substanz, die meistens geschluckt wird. Es gibt sie als Tropfen, kleine Pillen (sogenannte Microdots) oder auf winzigen Papierstückchen, die „Trips“ genannt werden. LSD verändert, wie man die Welt wahrnimmt – Farben, Geräusche oder Gefühle können viel intensiver oder ganz anders wirken.

Auch die Stimmung kann sich stark ändern, manchmal auf überraschende Weise. Die Wirkung kann bis zu 12 Stunden anhalten. Weil die Wahrnehmung so heftig ist, kann es auch leicht zu Angst oder Panik kommen. Danach fällt es manchen schwer, das Erlebte richtig einzuordnen oder zu verarbeiten.

Benzos
Benzodiazepine sind Medikamente, die beruhigend wirken oder beim Einschlafen helfen sollen. Beispiele dafür sind Xanax® (Alprazolam), Valium® (Diazepam) oder Rohypnol® (Flunitrazepam). Eigentlich sind sie für medizinische Zwecke gedacht, aber wenn sie ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden, können sie schnell abhängig machen.

Wenn man Benzodiazepine regelmäßig nimmt, gewöhnt sich der Körper daran – man braucht also immer mehr, um dieselbe Wirkung zu spüren. Das nennt man Toleranz. Dadurch kann sich sowohl eine psychische (seelische) als auch eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Selbst wenn man merkt, dass die Mittel einem schaden, fällt es schwer, damit aufzuhören, weil das Verlangen stark bleibt.
Wenn man nach längerer Zeit plötzlich aufhört, kann der Körper heftig reagieren. Typische Entzugserscheinungen sind innere Unruhe, Angst, Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelzucken oder Schlafprobleme. In schweren Fällen können auch Halluzinationen, Verfolgungsgefühle oder Krampfanfälle auftreten.



